Das geteilte Gemeinsame

Manchmal (nicht selten) wünsche ich mir, ich wäre ein Musiker, ein Komponist. Dann käme ich leichter an den Wörtern vorbei; sehr viel leichter auch als die bildenden Künstler, die mit jedem Strich, den sie zeichnen, die Bedeutung im Nacken haben, die Bedeutung des Seienden. Wörter sind Fallen. Äußere dich, und schon schnappen sie zu, schon legen sie dich fest. Das wissen die Kinder, die nicht sprechen wollen. Das wissen die psychisch Kranken, die aufgegeben haben, sich über Wörter und Sätze mitzuteilen. Andererseits ist das Schöne an Wörtern das Verbindende und Gemeinschaftliche. Es darf gefunden werden. Daran mitzuarbeiten ist gut.


Entdecke mehr von holger tegtmeyer / texte und tage

Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.

Das geteilte Gemeinsame

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert