Da standen wir, drei Leute, die mit Wörtern zu tun haben und denen Wörter wichtig sind, ganz am Ende des Bahnsteigs, wo hinter der Absperrung das Niemandsland aus Gleisen und Gestrüpp beginnt, warteten auf den Zug. Ganz gut, daß der Frühling sich noch Zeit nimmt, sagte ich. Das unbewohnte Haus jenseits der Gleise wie aus einem Film der siebziger Jahre, verlassen, verschlossen, dunkel und ländlich. Wir hatten acht Minuten Zeit, die Aussichten aufzunehmen, die der Ort am Ende des erlaubten Bereichs nachts bietet. An die Absperrung montiert ein Schild mit der Aufschrift ZAT. Eisenbahnersprache: Zugabfertigung durch den Triebfahrzeugführer. Das bedeutet: keine Aufsicht, kein Personal, ein Geisterbahnhof. Nur daß wir leben. Dann fuhr die Bahn ein, lässig wie eine Jahreszeit ohne Eile, und wir stiegen in den letzten Waggon, wo es am schönsten und ruhigsten ist, denn alles und alle liegen vor einem.
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