Stolz und Abstieg

Ich setze noch nach, möchte rufen: Was für eine verfickte Arroganz, hier auf Erden drei vier Runden herumzuturnen und daraufhin zu schließen, man sei bevollmächtigt, als Kenner der irdischen Verhältnisse Wirklichkeitsbefunde und Prognosen aufzustellen. Das ist nicht lächerlich, das ist erbärmlich. Erbärmlich im Sinne von erbarmenswert.

Verstehen? Herrgott ja, ich verstehe all dieses und solches unentwegt, ich kann ja gar nicht anders, ich bin umgeben von Gerede und Gerücht. Jeder beschwert sich, niemand ist zufrieden, alle kommen zu kurz. Haben wir das jetzt verstanden? Noch einmal und erneut: Jeder beschwert sich, niemand ist zufrieden, alle kommen zu kurz. Machen wir einen Song daraus, treten wir an, wir werden gewinnen. Hiermit markiere ich mein Urheberrecht an diesem wie an allen anderen Texten auf diesen schönen Seiten des Seins.

Ach, all die Leidenden hängen fest in ihrem Quark. Der zieht Fäden, sie ziehen die Fäden nach, analysieren die Fäden. Das ist wenig produktiv, das bezeichnet lediglich. Ein Gewinn ist nicht zu verzeichnen, lediglich Statuierung. Man beginnt zu glauben, je weniger man weiß. Dieses Muster stammt aus Vorzeiten und wird ahnungslos repetiert. Identität schließt nahtlos an. Ich bin der, der haltlos ist. Millionen andere sind es auch, potztausend. Arroganz des Leidenden (letzte Bastion des gebrochenen Stolzes): Niemand versteht mich. Antwort: Wozu auch? Es ist nichts zu gewinnen, solange du nicht vom Hügel steigst.

Freiwillig steigt niemand vom Hügel. Man muß ausgehungert werden.


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