Zurück aus den Tropen. Auffällig das Problemsuchen hierzulande. Etwas muß doch schlimm sein. Das Nagelstudio hat Urlaub, die Monatskarte ist teurer geworden, der Pfandautomat schließt um 22 Uhr, und bitten um Ihr Verständnis. Wir leben nicht in den Tropen, wir versuchen es hier. Es regnet erneut, ich war in den Straßen wandern und hüpfte im Regen. Den Kiffern und Händlern vom Wettbüro ist es zu naß, der Ventilator knatterte. Jemand schrie laut und vernehmlich um Hilfe, es klang wie ein Witz, Lachen schrillte nach. Neun Holländer im Spätkauf diskutierten Menge und Preis dreier Wodkaflaschen, Menge okay, Preis sollte nach unten. Der Mann hinterm Tresen lächelte, spielte weiter am Bildschirm, hatte Zeit. Durchzug, kühle Luft, die schwarze, funkelnde Nacht, ein paar bunte Träume, und morgen weiter im Preisboxen für Arme. Idealisten sind unverbesserlich, verschenken Geist, Gut und Geduld. Immerhin suche ich nicht mehr das nächste Problem. Sonstwo ist sonstwas, hier kenne ich mich aus. Ich weiß, wie Liebe riecht, und gebe sicher bald nach. Ach Freiheit, teure Blume, schönes Kind. Eines Tages werde ich wissen, worum genau es sich handelte, als ich zurück aus den Tropen auf das Problemsuchen stieß und es nicht mehr fand.
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