Bereits früh fühlte ich mich den „dunklen“ Autoren und Themen oder Stoffen zugeordnet. Ich kam selbst aus der Dunkelheit und wurde in sie hinein geboren. Draußen war es beschissen kalt und die Schwärze der Nacht brach nach Kaffee und Kuchen an und blieb sechzehn Stunden lang. Das formt ein frühkindliches Gemüt und erzeugt Sehnsucht nach Licht, Wärme, Farben, Schönheit, Musik, Geborgenheit und so weiter. Geboren einen Tag vor der längsten Nacht des Jahres. Ich habe diesen Satz in die Tasten gehämmert vor ein paar Jahren, denn ich wollte einen Text verfassen zu meinem Geburtstag. Ich hätte ihn meinen Gästen auch vorlesen mögen, nur daß er mir mißlang. Ein guter Autor oder Erzähler (auch einer des Alltäglichen) tritt aus sich heraus und wieder hinein, um die Befangenheit zu verlieren, die jedem Menschen anhaftet. Ein schönes und schützenswertes Schamgefühl, das niemand verletzen kann, so sehr die Bemühungen auch voranschreiten. Es gibt immer noch ein Versteck, weiter hinten. Sprechen ist der Austausch von Gemeinem. Durch dieses Becken müssen wir hindurch, du und ich.
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