Einiges erschließt sich durch diesen Begriff und ein ruhiges Nachdenken darüber, wann sich Resonanz einstellt und wodurch sie verhindert wird. Wenn jemand auf mich einredet, wird die Resonanz, die wir beide wünschen, zerstört. Ich möchte mich ja einschwingen und mitschwingen in den Gedanken und Bildern meines Gegenübers. Mein Gegenüber möchte mit mir eine Gesprächsreise unternehmen, auf einem kleinen Boot den Fluß der Gedanken und Geschichten und Erfahrungen hinunter. Jeder möchte das, es bereitet allerhöchsten Genuß. Zwei Menschen, die sich verstehen – was gibt es denn Schöneres. Es hat mit Liebe und großer Achtung zu tun. Erkennt mein Gegenüber nun aber, daß ich nicht resoniere, sondern abdrifte, wird er seine Bemühungen verstärken und es mit gesteigertem Nachdruck versuchen. Das ist ein schwerer Fehler. Nun hat er mich verloren und ich warte auf den geeigneten Augenblick, um ganz auszusteigen. Denn wir sitzen nicht in einem Boot und teilen weder Richtung noch Vorhaben. Umgekehrt genauso. Ich habe eben berichtet, wie es mir als Kind in meiner Familie erging, zuweilen. Was ist das Geheimnis eines guten Gesprächsausflugs? Spürsamkeit, denke ich. Sich kurz fassen, den anderen reagieren lassen. Antworten, nicht das eigene Programm durchziehen. Es gibt im Gespräch kein eigenes Programm, nur ein gemeinsames. Es zu finden ist so schön.
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