O wohlige Müdigkeit. Man hätte mich in der Bahn in die graue Ecke stellen können wie eine Fahnenstange. Ich schlief im Stehen ein, ich erlebte die langsame Verwandlung in einen Gegenstand, der einzig deshalb interessiert, weil er im Wege steht. Diese Erfahrung gewährte einsamen Genuß. Was ich noch bemerkte, erregte mich nicht. Ich sah dem Leben zu. Ich war ein ausrangiertes Exemplar der Spezies. Eine war sehr dick. Ihr war es unangenehm, mir nicht. Hätte ich die Kraft gehabt, ich hätte mir gewünscht, daß es ihr ebenfalls nicht länger unangenehm sei. Einer liebte treu die Dead Kennedys und trug Totenkopfringe. Er hätte für Howard Carpendale dort stehen können in seinem T-Shirt. Es war, wie es war. Es war nicht gut, es war nicht schlecht. Eher noch war es gut. Ich war die Fahnenstange ohne Fahnentuch, sie waren sie. Einer kam herein und wirkte zornig. Friedlich nahm er Platz und sah vor sich hin, brütete. Ein schneller Brüter, denke ich jetzt, da ich dies schreibe. In der Bahn dachte ich nicht so. Ich dachte ja gar nicht, ich sah das nur. Dann fühlte ich doch etwas. Es kam überraschend und war ziemlich pathetisch.
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