Es ist bereits Oktober, Dunkelheit droht, Kälte zieht heran. Noch einmal sitzen alle wie verabredet vor den Cafés und trinken heiße Schokolade, leckeren Milchkaffee, essen Kuchen oder Eis, plaudern, lachen, strecken ihre Gesichter wie Echsen in die Sonne. Jeder Tag so, als wäre er der letzte Tag der Gunst. Abschied nehmen, sich verneigen. Das macht diese Zeit so melodramatisch. Die Gefühle werden tief, die Stimmungen schwerer und tragend. Das Obenhin hat ein Ende, die Ausflugsmentalität schließt wie eine Eisdiele. Auch morgen liegt ein Tag, nur weiß niemand, wo. Manche hamstern sich ein, besorgen schnell, was sie brauchen: etwas Warmes, etwas Leben, etwas Licht. Im Winter allein, nicht jeder kann das. Die Gelassenen zucken mit den Schultern: wie jedes Jahr. Ich denke, sie fürchten sich am meisten.
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