Sinn fällt nicht vom Himmel wie ein Stein, direkt vor die Füße eines Suchenden, daß er darüber stolpere und fluche. Sinn ist nicht dieses ferne Große, das die Vermittler des höchsten Willens im Munde führen. Ihr Sprechtheater vergreift sich daran und paukt uns taub. Wäre es heilig, müßte das Schweigen folgen und nicht dieses endlose Geschwätz aus Totschlagargumenten. Andererseits wird man gutem Karneval etwas abgewinnen können, die Spektakel sind für Menschen geschaffen. Sinnspuren in allem. Das Verbindende erkennen, wie mit einem Mal. Nichts ist falsch, es sucht nur seinen Platz. Die Teile fügen sich ins Bild, der Rahmen ist unendlich. Einmal unter Sternen wandeln, das nicht mehr vergessen. Unter dem Fuß der Staub und das Gras und die ganz kleinen Tiere. Im Kopf der Versuch zu verstehen, fast schon gegen die Zeit. Mit Wörtern ringen, die zu bedeuten haben. Das ist fast schon zu viel. Nicht wieder ein großes Wort auf die Bühne wuchten. Lieber gehen und sehen.
Entdecke mehr von holger tegtmeyer / texte und tage
Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.