Fahrt im Regen

Als es draußen schüttete, saßen die Fahrgäste in der Schnellbahn und schauten ungläubig aus den Fenstern. Kaum jemand hatte einen Regenschirm dabei. Der würde jetzt auch nicht helfen, behauptete eine Frau. Bis wir dort sind, ist das vorbei, behauptete ein Mann und nickte zuversichtlich. Eine Menge Wasser stürzte vom Himmel, und in der Bahn wurde es mit einem Male recht gemütlich. Wir saßen beieinander und hätten nichts dagegen gehabt, einfach weiterzufahren. Durch dieses schlimme Wetter hindurch an ein Ziel, das niemand von uns kennt. Die Gedanken verlieren sich so schön, wenn der Regen fällt und für eine Weile bestimmt, was geschieht und was unterbleibt. Im Schutz eines Daches oder im Innern eines Fahrzeugs zusehen, wie sich alles verändert. Das hat etwas Träumerisches und erinnert an kindliches Ausgeliefertsein. Man spricht ja auch von höherer Gewalt. Endlich einmal nichts machen, nur noch zusehen.


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