Gemeinsam suchen

Die Partei mit dem Elefanten demonstriert ihren Ausstieg aus der Ernsthaftigkeit und nominiert einen Mann als Präsidentschaftskandidaten, in dem jeder den Marktschreier erkennt, der älteren Damen schlüpfrige Komplimente macht und den jüngeren zuzwinkert, als ginge da noch was. Möchte man in der Grand Old Party nun gar nicht mehr denken? Niedergang des amerikanischen Konservatismus, der sich dem Ressentiment andient und als Ausdruck seiner Sprachlosigkeit diesen abgehalfterten Schreihals aufbietet. Der Populismus fährt seine billigen Triumphe ein. Er eilt von Land zu Land und greift sich die Unzufriedenen. Die politische Weltordnung bröckelt. Die Eliten haben offenkundig versagt oder sind heillos überfordert. Eine neue Markigkeit macht sich breit, die Nationen schmücken sich mit den Kostümen ihrer alten Stärke. Das sind Rückzüge, wie offensiv sie sich auch gebärden. Demnächst oder in ein paar Jahren werden sie wieder aufeinander zugehen müssen. Bis dahin ist etwas Zeit, sich einen neuen Zukunftsroman auszudenken, wenn der alte sich als unwahr erwiesen hat. Derweil suchen die Menschen mit Hilfe ihrer Smartphones nach Monstern, die es nicht gibt. In Bosnien-Herzegowina wird davor gewarnt, bei der Suche ungeräumte Minenfelder zu betreten. Die Trash-Moderne demonstriert eindrucksvoll den Stand ihrer Dinge.


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