Des Tags – der Nacht. Jetzt ist Tag, denn draußen ist es hell, und eben donnerte ein Hubschrauber über uns hinweg wie auf der Jagd nach Banditen oder den Räubern des wahren Schatzes. Die Sonne wird hochgedreht wie ein Scheinwerfer, doch sie gibt das echte Licht. Schmerzhaft schön liegt die Wirklichkeit ausgebreitet wie auf Decken. Der Nacht gehören die anderen Gedanken, sie nimmt sich ihren Teil von mir, als sei ich ihr Zögling, ihr unbedarfter Sprecher, einer ihrer dunklen Strömung. Nun aber ist alles so sichtbar und viel. Jedes Kleine zählt und wird erblickt und begrüßt. Selbst dem Klebestreifen am Baugerüst, hängengeblieben, verblichen und zerfetzt, gelingt solch ein Sprung. Jeder erschafft eine Welt wie ein Wunder, heute so wie jeden Tag. Nur daß die Erschaffenden nicht bemerken, daß sie es tun – und winken schon ab. Alles wie immer, denken sie, müde ihres Werkes. Vielleicht ist das gut, denn sonst würden doch alle tanzen oder singen, und was wäre das für ein Karneval
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