Wenn es regnet

Lange Stunden Regen, selten für Berlin. Der Abend und die Nacht von Montag auf Dienstag. In den Hauseingängen standen Leute und unterhielten sich über das Wetter. Auf den bucklig gefahrenen Straßen hatten sich in den Fahrspuren Pfützen gebildet, aus denen Wasser aufspritzte, wenn ein Wagen sie durchquerte. Hunde patschelten durch die Nässe und hatten es eiliger als ihre Besitzer. Es waren nicht viele unterwegs, doch diejenigen, die ich sah, gingen zügig. Ich staunte, wie gut die Kapuze des Pullis schützt. Die Kneipen waren leer, die Drehspießbediener langweilten sich. Radfahrer zischten vorüber. Eine Laterne flackerte unruhig. An der großen Kreuzung lösten sich die Werbetafeln elektromechanisch ab. Es war ein guter Abend für Gespräche.


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