Aus dem Westen

Gras zwischen den Zehen ist angenehm, Sand zwischen den Zähnen ist unangenehm. Bald werden wir barfuß gehen oder auf einer Wiese liegen zwischen Wildblumen und in den blauen Himmel schauen. Über uns das Meer. Hummeln und Schmetterlinge, Mücken und Junikäfer. Der Lärm vom Freibad, die Skater auf der Rampe. KLONG macht der Basketball, wenn er auf das Board trifft. Liegegruppen, Krabbelgruppen, Spielgruppen, Grillgruppen, Trinkgruppen. Die Frisbeescheibe fliegt, woanders trommeln sie. Der Pfau schreit laut, doch die Esel sind ruhig. Es knackt im Gebüsch, das sind die Dealer mit ihrem mühevollen Geschäft. In der Hasenschänke werden die Tische und Stühle hereingeholt, es soll noch gewittern. Die Wolken quellen auf und türmen sich, ihre Ränder bekommen Konturen. Dann geht ein Wind und wirft die Zweige hin und her, immer heftiger. Letzte Aufforderung im Freibad, das Becken zu verlassen. Wir sind aufgeladen wie irre Batterien, die entladen werden müssen. Das offene Fenster, der Vorhang antwortet dem Wind. Im Westen ein Grollen. Die Schlacht hat begonnen, rückt nun näher. Gleich ist sie da. Das ist der Sommer, er hat sich gut vorbereitet.


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