In der Familie, die sich am Pfandautomaten versammelt hat, sind sie alle dick. Opa steckt die Plastikflaschen falsch herum in den Eingabeschacht, Tochter erklärt ihm das, Opa macht weiter wie bisher. Das geht nicht, sagt er. Sage ich doch, sagt sie. Andersrum rein? fragt er. Hab ich doch gesagt, sagt sie. Enkelin klettert ins Loch für die Flaschenkästen. Komm raus da, Leonie, sagt die Mutter, sonst biste weg. Leonie freut sich und biegt die schmutzigen Kunststoffstreifen auseinander, die wie eine Art Vorhang vor der Kastenöffnung hängen. Pfui, das is bäh bäh, ruft die Schwester der Mutter, Leonies Tante. Oma hat sich einen Stuhl vom asiatischen Suppenimbiß genommen und ihren schweren Leib darauf gewuchtet. Nun telephoniert sie: Morgen um halb acht kommen die Mannschaften, um halb acht kommen die, morgen früh. Nee, Opa tut gerade Flaschen wegbringen, gleich is er fertig. Plötzlich ist Leonie weg, sie kann schon laufen. Deshalb läuft sie und ist weg. Leonie! ruft die Tante. Leonie! ruft die Mutter. Leonie hat sich hinter der Rolltreppe versteckt. Die Tante watschelt zu ihr und will sie holen. Da betritt Leonie die Rolltreppe, die zum Glück nicht anrollt. Morgen um halb acht, haben sie gesagt, sagt Oma zu ihrem Mann, da kommen die Mannschaften, morgen früh. Opa ist fertig mit den vielen Plastikflaschen für Kola und Eistee. Jetzt können wir einen draufmachen, sagt er. Opa, in deinem Alter nich mehr , sagt seine Frau. Wir machen gemütlich, sagt er. Die Tante kommt mit Leonie im Schlepptau, beide lachen. Leonie ist begeistert. Kaum wird sie losgelassen, rast sie in den Supermarkt und verschwindet in der Gemüseabteilung. Ein Satansbraten ist das, diese Leonie, sagt die Mutter zu ihrer Schwester. Sie macht sich auf die Suche, während Opa zur Kasse geht und das Pfandgeld holt. Bis auf Leonie wiegt niemand unter hundert Kilo in dieser glücklichen Familie. Sie lachen viel und freuen sich, daß sie es so gut haben. Für die anderen Leute interessieren sie sich nicht. Sie benehmen sich völlig ungezwungen, als seien sie allein auf der Welt und die stünde zu ihrer Verfügung. Auch Leonie weiß das und nutzt alle Räume. Jemand hat ihr einen Vokuhila geschnitten, der steht ihr nicht schlecht. Eine Weile noch lagern sie an diesem Rastplatz, dann setzt sich der Trupp langsam in Bewegung. Sie haben es nicht eilig, morgen ist Ostern und Leonie bekommt Schokoladeneier.
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