Skizze

Letztendlich werden wir übrigens alle tot sein. Daran dachte ich oft während der notwendigen Streitigkeiten. Platzgewinn hier, Bedürfniseroberung dort, elementar oder ephemer, authentisch oder epigonal. Ich wollte in solchen Bezüglichkeiten nicht verloren gehen. Mein Standpunkt ist etwas entrückt. Das liegt an den Toten, die mir ein Lied singen, das ich bis heute nur bruchstückhaft verstehe. Es hat keinen Endreim, doch es fordert auf, klar und gut miteinander zu sein.

Die Finessen sind okay, nur zählen sie gegen null. Hier diese, dort jene unvermeidbare Wichtigkeit, unaufschiebbar, unaufhaltsam, aktuell wie nie zuvor. Ja, gut. Nicht gut. Weiter. Nicht weiter. Hier bleiben. Nicht bleiben. Beisammen sein. Trennen, sich trennen. Wen trennen? Warum trennen und so weiter. Das macht irre. Das führt in die kleinen Kreise privaten Mißbrauchs von Schrecklichkeit. Hölle sind die anderen, heißt es leichthin. Hölle ist man selbst in fortgesetzter Jämmerlichkeit. Endlich verstehen, daß es nicht an uns ist, Vorwürfe zu formulieren. Letztendlich werden wir alle tot sein. Mir sagt das (anderen nicht): Begegnungen sind bedeutsam. Ihr Sinn erschließt sich oft erst spät. Verstehen und stützen, Kritik im Notfall. Übrigens können wir uns nicht betrügen. Das ist das schönste.


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