Schimpansen im weißnackten Raum ihrer Gefangenschaft, ein paar festgeschraubte Baumstämme mit Ästen, Sitzbretter an der rückwärtigen Wand, am Boden Zweige und Gräser, Nüsse oder Nußschalen, Näpfe standen herum, verschmutztes Wasser darin, die Tiere waren außer sich, Szenen wie aus dem Irrenhaus: eins der Tiere rannte schreiend im Kreis und berührte mit den Fingerkuppen die Wände und Glasscheiben, rannte immer schneller, die anderen Tiere sahen ihm zu, schrien ebenfalls oder hielten sich die Hände vor die Augen oder schützten ihre Ohren vor der zunehmenden Lautstärke innerhalb dieser Tollkammer, ein anderes Tier warf sich mit ganzem Körpergewicht gegen die linke seitliche Wand, als wolle es sich alle Knochen brechen, fing sich im letzten Moment mit Armen und Beinen ab und schlug Purzelbäume im Schmutz der zerkauten Nüsse oder weggeworfenen Nußschalen, ein weiteres Tier schlug mit monotoner Gleichgültigkeit den Kopf gegen die Wand, völlig apathisch, weggetreten, betäubt, ein viertes Tier warf mit Kot um sich, faßte wieder und wieder in den stattlichen Haufen, zielte und traf nicht die Scheibe, hinter der wir standen, sondern warf sonstwohin und schaute zu, wie der Kot auftraf und spritzte. Zoobesucher kamen, sahen zu, gingen. Niemand sagte etwas. Die Tiere beruhigten sich nicht. Komm, wir gehen zu den Orang-Utans, die sind nett, sagte ein Vater und zog seine Tochter fort. Die Tochter sah sich noch einmal um. „Schimpansen sind die nächsten lebenden Verwandten des Menschen und bewohnen das mittlere Afrika.“
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