Gestern wollten die Fahrer, daß ihre Autos schwimmen lernen. Unter den Yorckbrücken standen wir am Rande eines Sees, in dem die Wagen steckten, fensterhoch im Wasser. Mitten im See stand ein verlassenes Großraumtaxi. Wie ein Treck, der langsam durch die Furt muß, spurten ein paar mutige Gespanne über den höher gelegenen Fußgängerweg nach Westen. Einige machten Aufnahmen mit ihren Smartphones. Wer in die U-Bahn wollte, mußte knietief durch Wasser warten. Es regnete ohne Unterlaß, Ausnahmezustand in Berlin. Mittags schrieb ich noch von Schafen unter einem großen Baum, abends war ich froh, daß meine Wohnung nicht unter Wasser stand.
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