Siebzehnter Tag

Eine Serie böser Träume. In einem wurde mir das Gesicht abgezogen, darunter war nichts Erkennbares mehr. Es gab keinen Spiegel, trotzdem konnte ich das Ergebnis sehen. In einem anderen hing mir ein Peiniger am Hals und würgte, biß und bohrte. Vergeblich versuchte ich mich von ihm loszumachen. Wo kommt das her, ich träume sonst nicht schlecht. Ich denke über Heimat nach, ob die das macht. Heimat ist die Gegend mit den Leuten, die man versehentlich zu dicht an sich herangelassen hat. Nicht nur herangelassen, sondern sogar hineingelassen. Nun würgt sie sich aus. Die schmerzversehrte Erinnerung, ich bin immer nur geflohen. „Du mußtest weg da, das war deine Rettung.“


Entdecke mehr von holger tegtmeyer / texte und tage

Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.

Siebzehnter Tag

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert