Ein klein wenig riecht die Lady nach Schweiß, mehr noch nach Staub, sofern Staub riecht. Jeremiah steht vor ihr, sieht in die Augen. Ihr Blick ist offen und reichlich geradeaus. Er sagt: „Sie haben eine lange Reise hinter sich. Mr. Kaufhold war so freundlich, auf mich seine Rede zu lenken … ähm … mein Name ist Dyer, Jeremiah Dyer.“ Er verbeugt sich und reicht der Dame die Hand. Er sieht: die Augen sind grün und tief, auch Gold ist darin, mit einem Leuchten, Spuren von Zimt. Ihr Händedruck ist fest, doch nicht zu sehr. Sie sagt: „Angenehm, Mr. Dyer. Ich bin soeben hier herein. Entschuldigen Sie, ich möchte nur verschnaufen, ein Bad nehmen, Unterkunft erhalten, wenig mehr.“ Jeremiah verneigt sich, greift mit der rechten Hand an die Hutkrempe, schickt sich an zu gehen. „Mr. Dyer?“ hört er die Lady. Er wendet sich um: „Ma’am?“ — „Mein Name ist Webbster, Mr. Dyer. Clementine Webbster. Ich freue mich sehr, Ihre Bekanntschaft zu machen. Es ist beruhigend, echte Gentlemen um sich zu wissen, je weiter man nach Westen reitet.“ Jeremiah nickt und sieht Kaufhold, der alles bezeugen wird, wenn er danach gefragt werden sollte. Kaufhold entfernt etwas Bestimmtes, etwas auf dem Hut, den er in den Händen hält, ein Staubkorn, ein Haar, einen Krümel Mißgunst. Kaufhold spürt den Blick, versucht zu lächeln. Jeremiah verläßt den vollgestellten Raum. Auf der Straße fällt ihm auf, daß er atmet.
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