Licht

Manchmal weiß ich gar nicht, was ein Text ist; fragte jemand (was niemand tut), bliebe zu sagen: eine Ansammlung von Wörtern, schön hintereinander, zu Sätzen, die etwas bedeuten und einen Zusammenhalt haben; oft ist dieser Zusammenhalt eher lose, dann kann man durch einen Text hindurch schauen; was man dahinter erblickt, ist nicht nichts, sondern eine helle Wolke vor der Sonne, die davor schützt, geblendet zu werden; deshalb ist sie dort, wo sie ist; doch auch ohne solchen Zweck könnte sie sein.

Manchmal weiß ich ich gar nicht, warum ich einen Text schreibe; fragte jemand (was niemand tut), bliebe zu sagen: das Papier war zu hell, der Himmel hat geblendet, etwas fehlte dort oben; so habe ich einen Text gewebt wie ein feines Tuch und davor gespannt und auch eine Überschrift gefunden, damit jeder weiß, wie dieses Tuch heißt, durch das man hindurch sehen kann auf die gegenständliche und ungegenständliche Wirklichkeit eines eigenen Tages.


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