Nachts ist es ruhig nun in Neukölln, Berlin. An der Ecke stehen zwei Kapuzenträger und teilen sich eine Zigarette. Es geht ein Wind und treibt die verlorenen Wetteinsätze über den nassen Asphalt. Verloren ist Vergangenheit. Der Spätkauf hat geschlossen, vor der Eingangstür steht die Truhe mit den Zeitungen von gestern, mit einem Vorhängeschloß gesichert. Still beginnt das Jahr, auch in den Berufen. Die Jahreszahl ist ausgewechselt, ansonsten ist Winter, selbst bei Regen oder Sturm. Die Zukunft ist ungewiß, doch niemand ist irgendetwas ohne eine Geschichte. Wer und was ich bin, bin ich durch das, was geschehen ist, und auch durch das, was nicht geschehen ist. Derzeit kann ich nicht wollen und will auch nicht. Sollen die Winde passieren und sich nehmen, sollen die Wolken reisen. Wenn der Trubel vorbei ist, zählen wir neu und nach.
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