„Hungry all the time“ singt Travis Meadows. Er mußte sechsundvierzig Jahre alt werden, ehe sein erstes Album erschien. Dunkle Augen, forschend – sie sagen ‚traurig‘. Er weiß was, hat ein Leben gelebt, ein halbes Bein verloren, die Drogenhölle überstanden, also den Entzug geschafft, also den Teufel besiegt, und wer kann das schon von sich behaupten. Manche wissen nicht mal, daß es eine Hölle gibt. Er kann nicht mehr so traurig sein, sondern heilfroh. Es ist gut, sich umzutun und zu lernen, in Gefahr zu geraten und wieder heraus. Fahrten an die Grenzen zu wagen und über sie hinaus – wie sonst verstehen, was Grenze heißt? Menschen zu begegnen und mit ihnen zu sein, zu streiten, zu lieben, zu hassen, zu verzeihen. Geschichten zu sammeln wie Steine oder Scherben, aus denen nach und nach ein Bild entsteht. So habe ich gelebt, das weiß ich und das nicht. Der Rest ist Hörensagen, kann sein, kann nicht sein. Weitersagen oder es ruhen lassen. Kreuzworträtselwissen, gut für Leute, die viel Zeit haben und nichts zu tun. Und das ist auch gut, denn sonst fielen einem alle auf, und wenn einem alle auffallen, fällt einem keiner mehr auf. Leben handelt von Erfahrung, deshalb braucht man gutes Schuhwerk und manchmal einen Pontiac. Meadows stammt aus Jackson, Mississippi, da sagen sie Poniac. I hope you keep the Pontiac.
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Pontiac war nicht gleich eine Automarke von General Motors, sondern der Name des Kriegshäupftlings der Ottawa, der die verfeindeten Stämme an den Großen Seen einigte und den Aufstand gegen die Britische Kolonialarmee leitete.
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