Hunde, Katzen, Menschen

Manche Tage sind wie ein randvoller Freßnapf, man stürzt sich auf ihn und verschwindet in ihm und frißt und kaut und sabbert und kriegt nicht genug. Saftiges Fleisch, buntes Gemüse, würzige Hundesoße. Es ist zum Schwanzwedeln schön, und die Gier schluckt das weg. Wasser nachgeschlabbert, die Zunge löffelt ein, ungenau, es spritzt. Herrchen freut sich und lobt, auch das noch, o Glück. Dann schlafen und träumen und ein leises bißchen furzen, später vor die Tür und die Stellen abgehen, Bein heben, Kommentar drauf, fertig. Das Leben ist kompliziert – wer sagt denn so was? Unterschied zwischen Hund und Katze – sie mögen sich nicht. Nie einen Hund auf dem Dachfirst gesehen, nie eine Katze die Herde bewachen. Die Mädchen malen Herzen und träumen vom Einhorn, die Jungs zeichnen Maschinenpistolen und träumen vom Sieg. Später staunen sie übereinander her. Das führt zu etwas. Jeden Abend danke sagen. Tage wie randvolle Freßnäpfe, erst herunterschlingen, dann verdauen. Die Lieder kommen später.


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