Drei Brüder

Sie stehen vor einer Kirche. Jemand macht eine Aufnahme, sie halten still. Drei Brüder, getrennt und verbunden, dreimal Kind sein im selben Haus. Etwas spinnt in ihren Köpfen, das ist zu sehen. Jeder von ihnen wirkt, als hänge er Träumen nach, als habe er sich eigens losgerissen, um dort zu erscheinen, auf diesem Platz vor der Kirche und dem Kopfsteinpflaster unter den Sohlen. Es ist ein heller Tag im November, ein Tag für einen Gang durch die fremde alte Stadt und eine Photographie aus dem Jahr 2017. Was macht das Leben aus Brüdern und Schwestern? Es wird rätselhafter mit der Zeit. Das Vergangene klingt, als lausche man einer Sage, endlich einem Märchen. Es waren einmal drei Brüder, die lebten auf einem Hof und zogen nacheinander in die Welt. Eine Schwester, eine Schwester gab es nicht.


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