Durchhalten bis Mai

Vieles ist Stimmungssache, beeinflußt durch sonstwas. März und April sind unruhige Monate, die werfen sich hin und her, werden geworfen, denn in ihnen tobt ein Kampf auf Leben und Tod. Das spüren die Menschen und antworten ihrerseits mit starken Gefühlen und schwirren Gedanken. Eben noch schien alles möglich zu sein – jetzt nur noch wenig, nur noch nichts. Woher die Kräfte nehmen für diesen inneren Krieg? Der besonnene Geist muß schlichten, wenn das Gehirn einem engen Hühnerstall mit aufgeregtem und flatterndem Federvieh gleicht, in das der Marder zieht, um Beute zu machen. Getrost sein – dieses alte Wort kommt soeben herbei, schon habe ich es aufgenommen und ihm einen Platz zugeteilt in der provisorischen Ordnung dieses Tages mit ein paar feuchten Schneeflocken, die so langsam auf die Erde schweben, als wollten sie nicht hierher.


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