Rohfassung Nacht

 

Ich blieb stehen und spürte meine eigentliche Kraft. Sie war sofort in mir – da ich sie ließ, indem ich wartete – nicht noch einmal floh. Das Gehetze mag verständlich sein, immerhin ist es Ausdruck eines Folgens und Ungenügens. Wer aber wirklich sucht, bleibt stehen und wartet. Auch die Stadt ist ein Wald, hat man das erst verstanden. Ich warte auf das Wild, sagt der Jäger. Nein, er wartet auf sich und eine Begegnung angesichts des Todes als des Bewahrheiters. Der Frieden ist groß und heilig. Mögen die Tiere ziehen, die Jäger jagen. Es ist Nacht und zu spät, um dem Alten zu folgen. Ich atmete durch und ließ es liegen. Es war dasjenige, das mich hetzte und atemlos machte. Es pochte in mir die Tage und verdarb mir die Nacht; ich wachte auf, zermürbt und demoralisiert. Als ich vorhin stehenblieb, nachts mitten auf der nebelfeuchten Straße, wich das Gespenst von mir. Es reichte, daß ich stehen blieb, nicht mehr dem Takt folgte. Seinem Takt, wollte ich schreiben – doch das ist falsch.


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