Mir fällt ein alter Gedichtband in die Hände, Die Einsamkeit der Männer von Wolf Wondratschek, „Mexikanische Sonette (Lowry-Lieder)“, 1983 erschienen, etwa zu der Zeit, als John Huston Unter dem Vulkan verfilmte, den sperrigen, es wird gesagt: allegorischen Roman von Malcolm Lowry aus dem Jahr 1947. Im Vorwort schreibt Lowry, „daß die Agonien des Säufers eine sehr exakte Entsprechung in den Agonien des Mystikers finden, der seine Kräfte mißbraucht hat.“ Wondratschek dazu: „Ein paar Minuten bestenfalls, / die waren, als ob er lebendig wäre. / Er hat die Männer darüber befragt; // die hielten die Rechnung für richtig. / Scheiß drauf, mein Junge, hat einer gesagt, / scheiß drauf, nur das ist wichtig.“ Und wenig später, in einem neuen Gedicht: „Verlierer trösten den, der noch um Siege trauert, / und Schüchterne erinnern sich: / Liebe will schamlos sein.“ Darüber denke ich nach.
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