Er kommt herein, fragt, ob jemand helfen kann, eine Autotür zu öffnen, die soeben zugefallen ist, versehentlich, sich aber noch öffnen lassen sollte mit geeignetem Werkzeug. Schließlich probiert er es mit einem Regenschirm, einem Billigmodell, wie es die Discounter und Drogeriemärkte anbieten. Seinen Autoschlüssel hat er auf dem Fahrersitz liegen lassen, denn der Hund mußte dringend, und dann war da dieser Streit gegenüber beim Spätkauf, als der Mann auf seine Frau einschlug, als die ihm sagte, es sei aus und vorbei. Wenig später kehrt er zurück, hat sich verletzt, aber die Tür ist offen. Nur der Schirm sieht zerstört aus. „Den kann ich jetzt nicht mehr zurückbringen“, sagt er. „Bring ihn zurück und gib ihnen ’nen Fünfer, dann sind sie fein“, rate ich. „Okay“, sagt er und geht hinüber zum Spätkauf, wo es nicht nur Streit, sondern auch Hilfe in brenzligen Situationen gibt. Wir sollen solange auf den Hund aufpassen. Das tun wir. Als er zurück ist, sprechen wir erst über den Hund, dann über ihn, den Besitzer. Er ist gerade zurück aus China, er sagt: „Ich habe dort eine einzige Fliege gesehen und eines Morgens gehört, wie ein Vogel singt; ich dachte, ich traue meinen Ohren nicht.“ — „Wie lange warst du dort?“ frage ich. „Drei Monate“, sagt er und nennt die Orte dazu. „Man kann sich das nicht vorstellen“, sagt er noch. „Auch ich konnte mir das nicht vorstellen.“ Dann fügt er hinzu: „Aber sie tun etwas. Wenn etwas getan wird dort, dann geschieht es schnell.“ Während der Unterhaltung liegt der Hund zwischen uns, müde und dennoch aufmerksam, er war nicht mit in China.
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