„Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber meine besten Momente sind tatsächlich die ungemessenen Momente, die nicht irgendwie in Rechnung gestellt werden auf etwas, das ich erreichen will, oder wo ich nicht etwas tue, um etwas anderes dafür zu erhalten, sondern wo ich aufgehe in diesem Moment, wo ich nicht daran denke, was noch kommen könnte oder was noch war. Dieses Aufgehen im Augenblick ist übrigens auch ein Grund für das Glück beim Schreiben, wenn es darum geht, in diese Kontemplation zu gehen mit sich und dem Wort, das sind die großen Glücksmomente. Wenn man sich fragt, was muß ich in den Moment investieren, damit ich dann etwas Besseres zurückbekomme – oder was kann ich jetzt noch aufsparen, damit ich dann einen höheren Payback habe, ist man, glaube ich, auf einem falschen Weg. Mir gefällt das nicht, das Beste kommt noch heißt ja, daß es jetzt noch nicht gut ist.“
Lukas Bärfuss im Gespräch mit Barbara Bleisch, Sternstunde Philosophie
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