Mehr Technik und allerhand Brimborium, Individualverkehr in den Lüften, Landebasen, hübsche Replikantinnen und Replikanten, Drinks auf ein Fingerschnipsen, das Geist-Materie-Problem einseitig gelöst, alles läßt sich materialisieren, geht doch. Die Zukunft wird technisch sein und technisch löst die zukünftige Menschheit Probleme. Der Heimatplanet ist versteppt, Nahrung wird synthetisch hergestellt, Wasser ist H2O, dem Mineralstoffe zugesetzt werden. Das Böse konnte nicht ausgemerzt werden, es droht den Überlebenden der Großen Katastrophe mit totaler Vernichtung. Am Himmel leuchtet keine Sonne, er ist auch nicht mehr blau. Ein Smog-Gemisch in graugrün oder braungelb hat sich über die ausgezehrte Landschaft gelegt, man sieht nicht weit. Auch die Behausungen der Menschen sind von denen der Replikanten nicht zu unterscheiden, ebenso wenig wie die Verhaltens- und Sprechweisen. Man muß achtgeben, in wen man sich verliebt. Hier laufen nur Zombies herum, warnte man mich, die sind längst angeschlossen und vollführen fremde Willensakte. Noch ist der Film nicht zuende, ich möchte wissen, wie es ausgeht. Das Böse stirbt nie, vor allem dann nicht, wenn man selbst das Gute sein muß.
Entdecke mehr von holger tegtmeyer / texte und tage
Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.