Da ich kein unglücklicher Mensch bin, auch nicht zum Unglück neige, spüre ich Unglück stärker. Man hat mich demnach nicht taub geschlagen, ich spüre noch. Fühllos zu werden ist das Schlimmste. Ich sehe Gesichter und höre Stimmen, da scheint dieses Schlimmste eingetreten zu sein. Menschen sind nicht böse und auch nicht dumm, sagte ich in anderem Zusammenhang, sie sind nur schwach. Aus dieser Schwäche erwachsen zum Teil ihre Leiden. Meine Leiden jedenfalls tun dies. Ich kann mich nicht immer behaupten, mich stärken und wappnen gegen den Andrang des Unfugs oder der Anmaßung. Eine Philosophie der Stärke läßt sich daraus jedoch nicht basteln. Stärken und Schwächen sind auf interessante Weise im Menschen verbunden. Mir scheint, daß zu jeder Stärke eine Schwäche gehört, auch umgekehrt. So sind sie paarhaft verbunden und wenden sich dem zu, was man früher Schicksal nannte. Man muß die Stärke zu jeder Schwäche finden. Ich mag das „es“ in Es geht mir gut oder Es schneit.
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