… und es regnet und regnet, es regnet unaufhörlich, es regnet. Wie habe ich vom Regen geträumt, als es so heiß und trocken und das Land sonnenverbrannt war. Die Erde muß trinken, dachte ich, sie hat entsetzlichen Durst. Nun regnet es, langanhaltend und ausgiebig. Pfützen stehen auf dem Pflaster und im kahlen Beet des kahlen Innenhofs. Eigentlich müßten sie liegen, aber Wasser steht, wenn es nicht fließt oder tropft. Das haben sie sprachlich so beschlossen. Etwas Liegendes könnte sich aufrichten, während das Stehende gehen oder umfallen kann. Ich sitze beim Schreiben, das ist hier so üblich. Im Sitzen verbraucht der Mensch weniger Kalorien. Stehendes Wasser sickert ein oder verdunstet.
Entdecke mehr von holger tegtmeyer / texte und tage
Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.