Stromschnellen in Zeitlupe

In Nullkommanichts befindet man sich in Verhältnissen, die wie die Ausgestaltung eigener Alpträume sind. Das eigene Sprechen wie aus einem Automaten, die eigene Stimme wie abgespult. Der Raum beginnt zu atmen, unheilvoll und schwer. Jemand gegenüber gleicht der Person, die du liebst, geliebt hast oder lieben solltest. Du siehst sie dir an, eine Spur zu genau. Auf dem Fensterbrett entdeckst du einen Kaktus, und auch der will nicht mehr. Wo sind denn bloß die Träume hin, wo ist das Sehnsuchtsarsenal? Ich bin kaputt, ich kann nicht weiter, wer verhilft mir aus der Qual? Es ist Nacht, der Regen hat die Straße zum Glänzen gebracht. Ich kenne hier niemanden, aber die Straßenlaterne vorm Haus, die mag ich. Zum Glück nun wieder Regen. Wer spricht, ist nicht tot, wer nicht tot ist, spricht. Die Schweigenden sind ein Rätsel.


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