An Bord. Zwei Wochen Atlantiküberquerung. Das unmerkliche Auf und Ab der Kabine, leises Vibrieren der Wände und des Bodens, auch des Tischs, auf dem ich schreibe. Die Passagiere schlafen, ebenso wie ein Großteil der Crew. Die Bar im Oberdeck hat noch geöffnet. Nachtschwärmer und Schlaflose sitzen dort, von denen die meisten am nächsten Tag wenig Mühe sich werden geben müssen, einander nicht wiederzuerkennen. Ich war gestern nacht dort. Ich bin einer von Tausenden, die hier Ruhe suchen und ihr Leben an Land für eine kurze Weile vergessen. Das Ziel unserer Passage interessiert mich nicht, eine größere Weltstadt mit bekanntem Namen. Ich werde mir ihre Sehenswürdigkeiten kaum ansehen, mich vielmehr in ein Hotel zurückziehen, dort weitere drei Tage verbringen. Anschließend geht mein Flug. Andere fahren in die Berge, wandern, erklimmen einen Gipfel. Ich blicke aufs Meer und in den nächtlichen Himmel. Es hat zu regnen begonnen. Einige Tropfen davon sind für mich, dann will ich schlafen.
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