In der Vorortbahn sitzt ein Mann und liest in einer Zeitschrift – was Farben im Menschen auslösen. Der Zeigefinger seiner rechten Hand rutscht Zeile für Zeile tiefer. Einmal schaut er nach links, sieht mich und registriert, daß ich sehen kann, wie er liest. Schon ist der Hilfsfinger fort, er kann auch ohne. Er trägt Uniform, befindet sich auf dem Heimweg, Berliner Wappenbär auf weißem Untergrund, linker Oberarm.
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Neben dem Eingang zur Apotheke ist ein Spiegel installiert. Vor dem Spiegel steht ein Mann und schneidet sich den Bart, links und rechts von ihm stehen die Tüten mit seiner Habe. Er wirkt selbstbewußt, läßt sich nicht irritieren. In aller Ruhe trimmt er seinen langen weißen Bart. Hinter ihm laufen die Bewohner des Viertels, die Einkäufer der Einkaufsstraße, die Angestellten und Selbständigen auf dem Weg zu ihrem Angestellt- oder Selbständigsein. Er schneidet sich die Barthaare, wie andere im Zug oder sonstwo in der Öffentlichkeit sich schminken oder die Wimpernhaare zupfen.
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Der Hund macht mit beim Frisbee. Die Scheibe gehört ihm nicht, er soll sie nicht zwischen die Zähne nehmen. Dennoch ist er stolz, wenn er es ist, der über der Scheibe auf dem Straßenpflaster steht, und die Frisbeewerfer erst kommen müssen, um sie aufzuheben und erneut fliegen zu lassen. Er möchte sich bewegen und dem Flug der Scheibe aktiv zusehen, ihr folgen, in Schritten und in Sprüngen. Wie gut es tut, hin und her zu laufen, einfach so, fast ohne Absicht.
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