Konditional

Wenn ich diese einsamen Menschen in diesen grau-ästhetischen Filmen sehe, abgehärmt und gehetzt, von Selbstzweifeln geschunden, sich geißelnd und quälend, Unheil anziehend und aussendend, ohne Aussicht auf eine Erlösung, nicht einmal eine Erkenntnis in Sicht, nur immer weitermachend, weitere Bestätigungen ihres Falschseins in der Welt einholend, sich abrackernd im Beruf, in ihm Berufung erhoffend, den Flur durchschneidend, klackklack stiefelknallend zum Arbeitsplatz, niemanden eines Blickes würdigend, in der Glorie eigenen Unverstandenseins fast schon heilig, wütend die Aktenmappe öffnend, die irgendein Kretin aus der Subalternität einem vorzulegen gewagt haben muß, was für ein Scheiß, und wo bleibt der Kaffee, hat die Sekretärin schon wieder ihre Tage, auf nichts ist Verlaß, dann möchte ich nicht einschreiten müssen.


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