Nicht zu schnell ergeben

In einem Thema, das alle bewegt, spiegelt sich, wer hineinspricht. Ich war die letzten Wochen von wilder, verwegener Hoffnung bewegt, daß die Corona-Sache einen sanfteren Verlauf nimmt. Ich wünsche mir das noch, erkenne aber, daß die Zeichen derzeit anders stehen. Wir müssen gemeinsam und allein zurück in die Beschränkungen. Daß dies keine einsame, traurige und schlimme Zeit wird, passen wir miteinander auf. Ich gebe hier Nachricht, falls mir etwas einfällt. Wenn ich schweige, heißt das nicht, daß ich tot bin. Seltsamerweise mobilisiert mich diese statistische Todesdrohung, sie provoziert mich auch. Wenn ich könnte, würde ich ihr etwas entgegensetzen: eine Haltung, eine Todesverachtung sogar. Ich fühle mich nicht gewappnet genug, meine Lebensphilosophie ist noch viel zu brüchig.


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