Ich kann in Hotelzimmern nicht gut schlafen – eigentlich schlafe ich gar nicht, sondern liege herum und wälze mich von der einen auf die andere Seite und zurück, denke dies und denke jenes, schaue auf die Uhr und flehe um Gnade. In Pensionszimmern geht es nicht besser, selbst bei Freunden oder Verwandten schlafe ich schlecht. Woran liegt das? Das Alter, sagen sie. Ich brauche mein eigenes Bett, höre ich meine Tanten und Onkel sagen. Sie klingen zu mir herüber aus einer Vergangenheit, da sie noch vollzählig lebten. Früher konnte ich mich hinpacken, wo ich wollte, und war kurz darauf weg. Es sei denn, Sorgen plagten mich oder Ängste schlichen sich an. Irgendwann gewöhnen sich der Körper und das Seelchen, das in ihm flackert und pocht, an ein fremdes Bett. Sie nehmen es an und liegen sich ein. Das braucht ein paar Tage.
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