Ich erinnere mich an produktive Nietzsche-Lektüre, lang ist das her – er sagte da in einem seiner vielzehntausend „Aphorismen“, es gäbe schon deshalb keine Objektivität, da es zur Natur des Objekts gehöre, nicht den Mund aufmachen und sprechen zu können. Man hat den Einwand von anderer Seite verlacht, später und woanders dann ins erkenntnistheoretische Programm genommen und Intersubjektivität genannt. – Ich komme darauf, da ich eben pinkeln war und über das (mehr als dreißig Jahre alte) Substantiv „Sachzwang“ nachdachte. Als könne eine Sache irgendwen zu irgendwas zwingen. Im Sinne von: ein brennendes Haus zwingt zum Löschen; ein schreiendes Kind zu Zuwendung und Trost; eine offene Tür dazu, sie zu schließen (im Winter). Wer damals Sachzwang sagte – ich erinnere mich lose – wollte darauf hinweisen, daß Entscheidungsunfreiheit bestand. Nicht die Sache zwingt, sondern die Wahrnehmung des Geschehens und die Folgen für die Betroffenen und Beteiligten. Man kann es auf die Sache schieben, aber das Feuer will nichts. Das schreiende Kind sehr wohl.
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