Wie die Menschen sich abkämpfen. Wohin ich blicke, sehe ich Menschen, die sich abkämpfen. Vorhin noch im Vorweihnachtseinkauf im Karstadt-Gebäude am Hermannplatz – dort standen wir in langer Schlange vor der Kasse. Kugelschreiberminen und zwei neue Notizbücher. Das Fest der Liebe ist in elf Tagen. Da schenken wir uns was. Ich habe gesehen, daß sich alle Mühe geben. Sie kaufen nicht irgendwas, sie suchen und wählen. Etwas Passendes, etwas Schönes. Daher die Anspannung, der Druck. Es ist wie bei der Jagd – man weiß nicht, ob das Wild die Lichtung betritt. Und sofort denke ich anders über Geschenke – wie sie uns verbinden. Etwas Gegenständliches als Aussage, zwei Zugänge. Wie sich Menschen verstehen und ob. Das ist heikel, keine Frage. Insofern geht es nicht um alles oder nichts, aber doch um sehr viel. Der Titel könnte auch lauten: Wer wir sind, ist, was wir geben.
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