Was weg kann

Hier, wo ich lebe, wird viel weggeworfen. Oft liegt es auf den Straßen. Alte Fernsehgeräte stehen in Hauseingängen, eine Couch liegt in großen Einzelteile auf dem Gehweg. Das Lattenrost eines Bettes steht an den Straßenbaum gelehnt. Auf den Gehwegplatten oder der Asphaltkruste liegen Kassenzettel, Kippenfilter, Fahrscheine, Süßigkeitenverpackungen, Feuerzeugfragmente, Einschweißfolie, Stanniolpapier, Schnuller, medizinische Masken, Zigarettenpackungen, Reste von Einkaufsbuggys, Handschuhe, Gürtelschnallen, Mützenbommel, Schubladen, Fahrradkörbe, Dosenöffner, ein alter Toaster. Das liegt hier herum und wird irgendwann eingefegt oder abtransportiert. Weggeworfen fühlen sich wohl auch die Menschen, da sie achtlos von sich werfen, was zur Zeit stört oder die Hosentasche voll macht oder weg muß. Was niemand braucht, landet auf der Straße, so wie die Menschen. Ist eben ’ne Großstadt, zuckt unschuldig und bedauernd die Achseln das Besserwesen mit Bildung und festem Wohnsitz.


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