Auch mir selbst schaue ich zu. Während ich gehe, bemerke ich ja, daß ich gehe. Wenn ich rede, höre ich, was ich rede. Während ich denke, bemerke ich, daß ich und wie ich denke. Meine Gefühle fühle ich nicht nur, sondern weiß noch zusätzlich, daß ich sie fühle. Ich kenne die meisten meiner Tricks, meine Auswege und Schliche sind mir bekannt. Ich habe eine ungefähre Idee von dem, was mir unangenehm ist. Meine Angst studiere ich täglich, und ich weiß recht genau, daß die Angst der Drache mit den sieben Köpfen ist. Täglich einen abschlagen, sonst wachsen zwei nach. Habe ich Montag abgeschlagen, bleiben sechs Köpfe. Fürchte ich mich am Dienstag zu sehr, sind es bereits acht. Gäbe es einen Menschen, den ich annähernd so gut kennte wie mich selbst, widmete ich ihm meine Zeilen. Da ich also in mir hänge wie in einem Schiff oder einem Gefährt, kann ich mich doch während der Reise umsehen und umhören und beschreiben, was passiert. Es arbeitete in ihm, so viel läßt sich sagen. Es ächzt und seufzt, knirscht und kracht. Ich bewohne mich ja nun, ich darf das sagen.
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