Dienst ist Dienst und Schnaps ist Schnaps

Bemerkenswerte Zeit. Der März blutet. Ich denke an aufgeschürfte Haut. Das Leben liegt wund und fürchtet Berührung. Verdeckte Bewegungen draußen in der Schutzlosigkeit. Wer könnte ein Lachen wagen? Der Geist hat sich noch nicht ertüchtigt, er ringt um Haltung oder kriecht, sofern er nicht überhaupt verschwunden ist, immer noch unter den Fakten herum, die fleißig zusammengetragen werden von den Ameisenheeren der weltweiten Wissenschaftsarmee, deren Leistungen bewundernswert sind. Wenn die Sonne lacht (allein sie vermag das), blinzeln die Menschlein und denken an die kalte Nacht, aus der sie sich fröstelnd losgerissen haben. Die Lage ist nicht hoffnungslos, nur zermürbend. Man muß aus sich selbst nehmen, was es von woanders nicht gibt.


Entdecke mehr von holger tegtmeyer / texte und tage

Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.

Dienst ist Dienst und Schnaps ist Schnaps

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert