Im kleinen Einmaleins

Formen der Vernunft, aber sie laufen auf eines hinaus: daß es ist, wie es ist; daß die Dinge sind, wie sie sind. Vernünftig zu sein bedeutet, dies zu erkennen und anzuerkennen. Demnach kommt es fürderhin darauf an, die Dinge besser zu erforschen, um noch genauer sagen zu können, wie sie sind. Und endlich wird eines Tages die forschende Vernunft herausbekommen haben, wie es sämtlich um die Dinge steht. Dann wäre keine Rechnung offen, dann existierte kein Irrtum mehr. Da also jenes fernen Tages die Menschheit den Irrtum aus eigener Kraft abgeschafft hätte, müßte sie sich fortan nur noch an Regeln halten, die sich aus den Erkenntnissen der forschenden Vernunft zweifelsfrei ableiten lassen. Das Tragische wäre ausgeschaltet, es gäbe nur noch Unfälle. Von einem Schicksal könnte nicht länger die Rede sein, man würde ausgelacht. Ein Wunder oder bloß eine Überraschung ginge auf in der Wahrscheinlichkeitsrechnung. Die Menschen vollzögen rational und programmatisch ihren Tagesablauf und wüßten (da man alles weiß), was sogleich geschehen kann, und auch, was eintreten wird, wenn jemand nicht an die vernünftigen Regeln sich hält. Es würde eng im Geviert.


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