Als ich begann, mich eingehender mit Religion auseinanderzusetzen und nicht mehr verstehen konnte, warum ich Mitglied einer Kirche sein sollte, deren Veranstaltungen ich als langweilig und nervtötend empfand – zu der Zeit nahm mich eine Tante zur Seite und erklärte mir: Du darfst nicht denken, daß die meisten Leute so sind wie du. Sie brauchen etwas, an das sie sich halten können; sie möchten jemanden fragen können, der ihnen erklärt, was es mit allem auf sich hat. Sie brauchen auch Gott. – Etwas in der Weise sagte sie, und es war schön, daß sie mein Begehren nach Freiheit verstand, auch meine Versuche, angesichts der drohenden Sinnlosigkeit und Abgründigkeit des Lebens tapfer zu sein. – Von ihr habe ich außerdem gelernt, daß man Menschen niemals unterschätzen soll.
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