Übergroßer Vater

Herrens Veje, eine dänische Fernsehserie, derzeit auf Arte, beeindruckt mich. (Auf deutsch Die Wege des Herrn betitelt, Wege des Herrn hätte es besser getroffen. Englischer Titel: Ride upon the Storm.) Evangelisches Pfarrhaus, der strenge und charismatische Hausherr, der alles zusammenhält und freiherrlich regiert: seine Frau, seine Söhne, seine Gemeinde, die Schwachen und Bedürftigen, die Angestellten und Bediensteten, die Kirchengremien. Er (Lars Mikkelsen) möchte Bischof von Kopenhagen werden. Der ältere Sohn wird nun ebenfalls Pfarrer und ist für kurze Zeit in einen Außeneinsatz der dänischen Streikräfte in den Irak entsandt. Militärseelsorge, Menschen segnen, nicht aber die Waffen. Dort muß er eines Tages schießen und tötet eine Frau. Niemand soll davon wissen: es war ein Versehen, ein dummer Zufall, ein Vorfall im Krieg. Der wird vertuscht. Zurück in Dänemark bekommt dieser junge und schuldig gewordene Pfarrer eine eigene Gemeinde, tröstet Sterbende und versucht zu geben. Doch die erschossene Frau kehrt zurück und erscheint ihm wieder und wieder. Kann der Herr noch helfen oder bedarf es psychiatrisch-medikamentöser Intervention? – Ich mag diese Serie, darum schreibe ich dies. Die Frau des Herrn ist die Mutter zweier Söhne. Sie wird gespielt von Ann Eleonora Jørgensen. Ihren zweiten Sohn treibt es nach einer großen Liebe, die der Patriarch beendet hat, und etlichen Versuchen, sich im Leben clever durchzuschummeln, nach Nepal, wo er einiges zu lernen bekommt.


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