Manchmal ist die Seele müde. Es wurde eingeschlagen auf sie fast täglich im Hauruck des geschäftigen Lebens. Sie wohnte bei – ihrem Funktionieren, ihrer Freundlichkeit, ihrer Konzilianz. Nun kann sie nicht mehr. Nun liegt sie eingehüllt in Schmerz auf einer Lagerstatt der Zeit. Sie ernährt sich von Trost und Schlaf. Mögen die Tage ohne sie auskommen, mögen die Wochen vorübergleiten wie Schiffe im Nebel. Glucksendes Wasser beim Eintauchen der Paddel – schon sind sie fort. Stumme Fische unter dem Kiel. Aus Tränen einen Vorhang flechten, atmend die Minuten fühlen. Gebt mir bitte dieses fast schon tödliche Ausruhen. Versucht nicht, mich zu etwas zu überreden. Das Leben ist nichts, zu dem man überredet werden sollte. Es strömt und durchpulst mich wie ein Schrei. Ich bin ein verendeter Aphorismus.
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