Da ich nun Die Wege des Herrn schaue und bereits die zweite Staffel, stoße ich auf die Idee, daß der evangelische dänische Pfarrer immer, wenn er „Gott“ sagt, das Leben meint – ein ansprechbares Leben, eines, das sich bitten läßt und Gnade kennt. Läßt es sich nicht erweichen und keine Gnade walten, hat Gott sich abgewandt oder verfolgt einen anderen Plan. Das muß die Hinterbliebenen trösten, wenn einer gegangen ist und nicht mehr zurückkehrt. Vor dreihundert Jahren hätten sie mich wegen solcher Sätze ausgelacht oder mitleidig angesehen. In dreihundert Jahren wird es erneut anders sein. Diese allergrößten Worte sind leicht wie eine Feder und schwer wie Blei.
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