Zombie-Apokalypse

Postapokalyptische Filme … Soeben I Am Legend gesehen: Ein Virus, das der Krebsbekämpfung dienen sollte, ist außer Kontrolle geraten und vernichtet „die Menschheit“. Das Virus hat mutierte Menschen geschaffen, denen alles fehlt, was Menschen positiv ausmachen mag. Eigenartigerweise können diese Mutanten nur nachts herumstreunen, bei Tageslicht ziehen sie sich in die Dunkelheit zurück. Einziger Überlebender in New York City ist ein Wissenschaftler, der unter Einsatz seines Lebens forscht, was die Mutanten „heilen“ könnte. Für einen Wissenschaftler ist er eigenartig hitzköpfig und hervorhebenswert trainiert, survival of the fittest. Ein Hund begleitet ihn auf den Streiffahrten durch eine devastierte Metropole. Er redet mit Schaufensterpuppen und macht Jagd auf Rehe. Die Stadt gehört den Tieren, Pflanzen begrünen die asphaltierte Erde. Die Gebäude wirken wie Tempelanlagen einer untergegangenen Kultur, der es am Quantitativen gelegen war. Aus der Darstellung sinnlos gewordener Architektur bezieht dieser Action-Film seinen Reiz. Interessant auch, wie in us-amerikanischen Filmen, die ein großes Publikum erreichen sollen, ein jeweils irrationales Moment eingebaut ist, das Rettung bedeutet oder wenigstens ein Licht am Ende des Tunnels offenbart. Ja, der Film ist gut gemacht. Er funktioniert, während ich ihn sehe. Kurz darauf, jetzt, ist er weggeflutscht. Das liegt an seiner Botschaft. Die ist fade und schwach. Eigentlich gibt es gar keine Botschaft, außer: das Serum ist die Lösung.


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